Das Happy End ist „Nur einen Horizont entfernt“ von Lori Nelson Spielman – eine Rezension

Da ich bereits die beiden anderen Bücher der Autorin („Morgen kommt ein neuer Himmel“ und „Und nebenan warten die Sterne“) verschlungen habe, war für mich klar, dass ich auch „Nur einen Horizont entfernt“ lesen musste.

Cover 


Das Cover ist ähnlich aufgebaut, wie bei den anderen beiden Büchern. Es ist farbenfroh. Eine große Blume dominiert die Seite und im unteren Drittel steht der Titel des Buches.
 


 
Auch wenn ich die Farben, die bei den jeweiligen Covern verwendet wurden, sehr mag und ich sie sehr frisch und fröhlich finde, muss ich sagen, dass ich mich mit den Covern immer nicht so recht anfreunden kann. Sie passen – für meinen Geschmack – nicht zur eigentlichen Geschichte. Gut ist dabei jedoch, dass die Cover untereinander zusammen passen. 

Inhalt
Eine ehemalige Schulkameradin der Moderatorin Hannah Farr hat ein Buch über Vergebung geschrieben. Im Zuge dessen schickt sie nahezu all ihren Freunden und Bekannten zwei Kieselsteine und einen dazugehörigen Brief, in dem sie um Vergebung bittet. Einen soll die jeweilige Person zurück schicken und einen soll sie, zusammen mit einem weiteren Stein, selbst an jemanden schicken und um Vergebung bitten. Auch Hannah hat einen solchen Brief und zwei Steine bekommen. Doch sie ringt mit sich, ob sie ihrer ehemaligen Schulkameradin wirklich vergeben kann. Und dann ist da der zweite Stein. Hannah weiß genau, wen sie um Vergebung bitten muss: ihre Mutter. Aber wird sie es übers Herz bringen? Oder ist es besser, die Vergangenheit ruhen zu lassen.

Eigene Meinung
Die Geschichte mit den Steinen gefiel mir eigentlich nicht so gut. Es hat etwas von einem „modernen Kettenbrief mit Anhängsel“. Ich finde es einfach umständlich. Wenn man sich bei jemandem entschuldigen will, dann braucht man dazu keine Kieselsteine. Aber gut, das war nun mal die Story und ich wollte sie nicht von vorne herein verurteilen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und gut verständlich. „Nur einen Horizont entfernt“ ist also eher eine leichte Lektüre, die man auch gut zum Abschalten lesen kann. Aber der Schreibstil hat mir ja auch schon bei den anderen beiden Büchern gut gefallen.

Mit Hannah bin ich nicht so recht warm geworden. Sie war mir oftmals einfach viel zu naiv und leichtgläubig. Auch das Drumherum mit der Talkshow kam mir etwas überzogen vor, aber so läuft das wohl in Amerika ;-)

Die Geschichte, die Hannah letzten Endes enthüllt ist schon heftig und man fragt sich, wie sie so lange damit warten konnte, sich bei ihrer Mutter zu entschuldigen.

Fazit
Ein bisschen viel Kitsch eingepackt in eine Talkshow-Amerika-Kulisse. Zum Abschalten und Runterfahren ein geeignetes Buch. Wer aber eine ernste Story über Schuld und Vergebung erwartet, sollte lieber die Finger von „Nur einen Horizont entfernt“ lassen. 




Daten zum Buch: 
Titel: "Nur einen Horizont entfernt"
Autor: Lori Nelson Spielman
Verlag: S. Fischer Verlage / Krüger 

Genre: Roman 
Seitenzahl: 368
ISBN:
978-3-8105-2395-2 

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