Buchrezension - "Totenkind" von Belinda Bauer

Quelle: Verlagsgruppe Randomhouse
Dieses Buch hat mich zunächst einmal auf Grund des Covers angesprochen.
Der kleine Kinderfuß, der den Buchstanben "i"  ersetzt, machte doch einen sehr geheimnisvollen und auch etwas gruseligen Eindruck.

Auch den Klappentext fand ich sehr ansprechend. Da ist Anna Buck, die jeden Tag den Betonboden vor ihrem Haus peinlichst genau säubert. 

Doch bei genauem Hinsehen, stellt man fest: sie schrubbt nicht einfach nur den Boden, nein, sie säubert fünf kleine Fußabdrücke. Fußabdrücke, die weg von den Häusern führen. Fußabdrücke, die ihrem kleinen Sohn Daniel gehören. Nun ist Daniel verschwunden und keiner weiß, wohin.

Anders als bei vielen anderen Büchern, die erstmal noch eine (kürzere oder auch längere) Weile das Regal zieren, bevor sie gelesen werden, habe ich bei Totenkind nur wenige Tage nach Erhalt  mit dem Lesen begonnen.

Von den ersten Kapiteln war ich jedoch leider etwas enttäuscht. Die Autorin hat zwar einen gut verständlichen Schreibstil, aber aus irgendeinem Grund hat es mich einfach nicht so richtig gepackt.
Ich fand die Story zwar recht ansprechend, doch nicht wirklich fesselnd. Ich hatte nicht das Bedürfnis, das Buch sofort zu beenden.
Die Handlung „dümpelte“ ein bisschen vor sich hin. DCI Marvel – der mir während der ganzen Geschichte nicht wirklich sympathisch wurde – ermittelte hier ein bisschen herum und fragte dort ein bisschen nach. Jedoch drehten sich seine Ermittlungen nicht in erster Linie um den verschwundenen Jungen Daniel, sondern um einen vermissten Hund. Das fand ich schon etwas befremdlich. Auch die gelegentlichen „spirituellen“ Sichtweisen im Verlauf der Geschichte, machten es nicht wirklich besser.

So richtig gefesselt hat mich die Geschichte eigentlich erst im letzten Drittel des Buches. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich es auch kaum noch aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen, ob Marvel in der Lage ist, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Fällen zu erkennen.

Ohne zuviel zu verraten, kann ich nur sagen, dass er sehr Wohl Zusammenhänge erkennt, aber dennoch ließ mich „Totenkind“ mit einigen Fragezeichen zurück.

Fazit:

Wer von „Totenkind“ von Belinda Bauer einen Psychothriller erwartet, der einem die Nackenhaare zu Berge stehen lässt, wird leider enttäuscht. Für mich war es doch eher ein Krimi mit Thriller-Effekten, die jedoch sehr sparsam eingesetzt wurden. Außerdem stellte mich das Ende absolut nicht zufrieden, da einfach zuviele Fragen offen bleiben.


Dieses Buch wurde mir zur Verfügung gestellt vom Bloggerportal. Herzlichen Dank dafür!


Daten zum Buch:  
Titel: "Totenkind"
Autor: Belinda Bauer
Verlag: Goldmann (Verlagsgruppe Randomhouse)
Genre: Psychothriller
 
Seitenzahl: 352  
ISBN: 978-3-442-48479-9  
Erschienen am:15.08.2016

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