Buchrezension - "Puppengrab" von Kate Brady


Quelle: Droemer Knauer Verlagsgruppe

„Puppengrab“ habe ich mir vor langer Zeit mal auf einem Bücher-Flohmarkt gekauft. Das Cover ist eher schlicht gehalten und erregt nicht wirklich Aufmerksamkeit, aber der Klappentext hat mich sofort angesproche!

Chevy Bankes hört Stimmen und er ist ein Serienmörder. Von jedem Mord bewahrt er eine kleine „Trophäe“ auf: er sammelt die Schreie seiner Opfer um die Stimmen in seinem Kopf zum Schweigen zu bringen.
Jetzt hat er es auf Elisabeth Denison abgesehen, die allein mit ihrer Tochter lebt und niemanden an sich heran lässt. Für sie hat er sich etwas "ganz besonderes" ausgedacht. Nach jedem Mord spielt er ihr die Schreie seiner Opfer am Telefon vor. 


Neil Sheridan ist ein Ex-FBI-Agent und will seit einem Vorfall vor einigen Jahren mit Polizei-Arbeit nichts mehr zu tun haben. Doch als er von einem Freund als Berater zu einem Mordfall hinzugezogen wird, in den Beth Denison irgendwie verwickelt zu sein scheint, ist er sofort von ihr fasziniert und fest entschlossen ihr zu helfen. Doch auch er kommt zunächst nicht an sie heran. 


Anfangs ist völlig unklar, welche Rolle Elisabeth spielt und sie scheint nur ein zufällig gewähltes Opfer von Chevy Bankes zu sein. Doch relativ schnell wird klar, dass sie ein Geheimnis hat, dessen Ursprung einige Jahre zurück liegt. Das komplette Ausmaß ihres Schicksals wird einem jedoch erst relativ spät bewusst. 
Auch Neil Sheridans Vergangenheit ist von einem tragischen Schicksalsschlag geprägt. Zwar bekommt man im Laufe der Geschichte immer mal wieder Hinweise. Doch was genau passierte, erfährt man erst im letzten Drittel des Buches.
Obwohl er auf Grund dieses Ereignisses das FBI verließ und sich geschworen hatte, sich nur noch um sich selbst zu kümmern, kämpft er von Anfang an verbissen darum, Beth und ihre Tochter zu schützen. Oft ist er, ohne es zu wissen, dem Gedankengang des Täters erschreckend nah. 
Aber Chevy Bankes ist der Polizei und dem FBI immer einen Schritt voraus. Er scheint alles bis ins kleinste Detail geplant zu haben. Und immer wieder rechnet man damit, dass er ungeschoren davon kommt. Während der Lektüre reimt man sich viele Dinge zusammen und versucht herauszufinden, welches Motiv Bankes für seine Morde hat und warum er es nun auf Elisabetz abgesehen hat. 
Doch mit der endgültigen Lösung des Falles kann man eigentlich kaum rechnen. 
 
Die Autorin Kate Brady hat durchweg einen spannenden und fesselnden Schreibstil und ihre Story ist von Anfang bis Ende durchdacht.

„Puppengrab“ ist zwar das Debüt der Autorin, kann es aber durchaus mit Thrillern von bekannten Autoren (wie Chris Carter) aufnehmen. 



Daten zum Buch: 
Titel: "Puppengrab" 
Autor: Kate Brady
Verlag: Droemer Knaur
Genre: Thriller
Seitenzahl: 464
ISBN:
978-3-426-50584-7
Erschienen am: 01.07.2013


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Kringelige Haselnuss-Schnecken

sommerlich leichte Erdbeer-Joghurt-Schnitten

Buchrezension - "Das Paket" von Sebastian Fitzek